Pleuroskopie
Die Pleuroskopie ist ein wenig invasives Verfahren, das bei der Diagnostik von Prozessen zum Einsatz kommt, die im Bereich des Rippenfells (Pleura) liegen und die durch bronchoskopische Maßnahmen nicht zugänglich sind. Es wird in der Regel zur Probengewinnung von Tumoren eingesetzt.
Bei der Pleuroskopie wird nach einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) über einen kleinen Hautschnitt ein ca. 1cm durchmessender Trokar (Führungshülse) zwischen den Rippen in die Brusthöhle eingebracht. Dann erfolgt bei kollabierter Lunge über den Trokar mit einem Pleuroskop die Inspektion des Rippenfells und es werden bei krankhaften Befunden Gewebeproben entnommen. Anschließend wird für circa 24 Stunden ein weicher Plastikschlauch (Drainage) in die Brusthöhle eingelegt. Durch Sog an dieser Drainage entfaltet sich die Lunge wieder und die Drainage kann abschließend entfernt werden.
Bis vor kurzem standen für die Pleuroskopie (syn. Thorakoskopie) nur invasive, starre Instrumente zur Verfügung. Wir bieten unseren Patientinnen und Patienten nun auch die weniger invasive, flexible Pleuroskopie an.



