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Bronchoskopie: das GPS für die Lunge ermöglicht präzisere Diagnostik

Die flexible Bronchoskopie (Atemwegspiegelung) ist ein diagnostisches Verfahren, welches zur Lokalisation von Tumoren, Blutungen oder bei Entzündungen der Atemwege und der Lunge zum Einsatz kommt. Kernstück der Anlage ist ein flexibles Bronchoskop, mit dem der Pneumologe in die fein verästelten Atemwege vordringt. Es wird beispielsweise in der Diagnostik zur Lokalisation von Tumoren, Blutungen oder bei Entzündungen der Atemwege oder der Lunge eingesetzt. Der Patient inhaliert zuvor ein örtliches Betäubungsmittel. Dann wird das flexible Bronchoskop durch den Mund in Luftröhre und Bronchien eingeführt. Eine digitale Kamera an der Spitze des Bronchoskops überträgt die Bilder aus den Atemwegen auf einen Monitor. Unmittelbar vor der Lungenspiegelung erhält der Patient ein Medikament das während der Untersuchung den Schlaf des Patienten garantiert. Unter diesen Bedingungen ist die Bronchoskopie für den Patienten eine schmerzfreie Untersuchung von der er nichts bemerkt. Zur Patientensicherheit wird während der Atemwegswegsspiegelung der Sauerstoffgehalt des Blutes über ein Pulsoximeter und der Blutdruck regelmäßig automatisch gemessen.

Das flexible Instrument misst im Durchmesser 0,6 cm (so dass man jederzeit genug Luft bekommt) und ist ca. 70cm lang. An der Spitze des Bronchoskops befindet sich eine kleine digitale Kamera über die der Untersucher die Atemwege sehen kann. Unser Gerät bietet mit neuer Technik eine exzellente Bildqualität mit brillanter Auflösung. Zudem lassen sich mit speziellen Farbfiltern bestimmte Strukturen wie zum Beispiel Blutgefäße deutlicher darstellen. Bei dem „Narrow Band Imaging“ genannten Verfahren werden die Rot-Anteile des Lichtes ausgefiltert und so die Blutgefäße hervorgehoben. Narrow Band Imaging verbessert die Möglichkeiten zur Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Veränderungen der Atemwege.

An Stellen mit krankhaften Veränderungen können mit kleinen Biopsiezangen Gewebeproben für die weitere Diagnostik entnommen werden. Ebenso kann das Sekret der Atemwege abgesaugt und anschließend auf Infektionserreger untersucht werden. Unter Röntgen-Durchleuchtung ist es für den Untersucher darüber hinaus möglich, mit dünnen Instrumenten in die Lungenabschnitte vorzudringen, die für das Bronchoskop nicht mehr passierbar sind, um beispielsweise Proben von im Röntgenbild sichtbaren krankhaften Lungenbefunden zu gewinnen. Unterstützt werden die Pneumologen dabei durch ein dreidimensionales Navigationssystem, welches eine präzisere Diagnostik ermöglicht. Darüber hinaus können patientenbelastende Wiederholungsuntersuchungen vermieden werden.

Flexible Bonchoskopien können bei entsprechender Vorbereitung auch ambulant durchgeführt werden.

Starre Bronchoskopie

Neben der Anwendung der flexiblen Bronchoskopie bieten wir auch die starre Bronchoskopie an. Bei der starren Bronchoskopie erfolgt der Zugang zu den Atemwegen mittels starrer Instrumente, die in Vollnarkose in die Luftröhre und die Bronchien eingebracht werden. Die starre Bronchoskopie kommt vor allem im therapeutischen Bereich zum Einsatz, beispielsweise bei der Entfernung von Fremdkörpern oder zur Behandlung von Blutungen in den Atemwegen.

Weitere Informationen
Kontakt
Krankenhaus vom Roten Kreuz
Bad Cannstatt GmbH

Badstraße 35 - 37
70372 Stuttgart

Telefon: 0711 5533-0
Telefax: 0711 5533-1262
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