Geriatrische Rehabilitation nach Knochenbrüchen
Bei betagten Patienten führen Stürze, insbesondere bei vorhandener Osteoporose, rasch zu Knochenbrüchen. Häufig sind diese Knochenbrüche im Bereich des Handgelenkes oder der Schulter, aber auch der Bruch des Oberschenkelhalses ist im hohen Lebensalter eine weit verbreitete Komplikation. Häufig wird hierbei ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt, um die schnelle Belastung und Mobilisierung zu ermöglichen. Dieses erfordert, ebenso wie die gezielte Implantation eines Hüft- oder Kniegelenkes bei Arthrosepatienten eine intensive Nachbehandlung. Häufig sind die Patienten bereits im Vorfeld gebrechlich und gangunsicher. Hier ist es besonders wichtig, dass die Mobilisierung nach der Operation unter Berücksichtigung der Begleiterkrankungen sowie der Ausgangssituation so schnell wie möglich erfolgt, um den weiteren Abbau von Muskelkraft und Ausdauer zu vermeiden. Die vorliegenden Bewegungsdefizite werden erfasst. Dann erfolgt ein strukturiertes Behandlungsprogramm durch die Physiotherapie mit dem Ziel im Laufe der kommenden Wochen das selbstständige Gehen sowie das Treppensteigen wieder zu erlernen.
Begleitend werden die vorliegenden Sturzrisiken analysiert und behandelt. Im Wesentlichen umfasst dies die Behandlung von Begleiterkrankungen, die aktive Sturzprävention durch gezieltes Krafttraining sowie Gleichgewichts- und Geschicklichkeitsübungen und die passive Sturzprävention z. B durch Hüftschützer, geeignetes Schuhwerk und rutschhemmende Strümpfe.
Weiterhin ist es wichtig, im häuslichen Umfeld sturzfördernde Faktoren zu kennen. Unter Umständen ergibt sich hier auch die Notwendigkeit einer Wohnraumberatung.
Aktivierend rehabilitative Krankenpflege, physikalische Therapie sowie Ergotherapie sorgen zusätzlich dafür, dass die Patienten ihre alte Selbstständigkeit möglichst rasch wiedererlangen.



